Implantate

Die Folgen von Zahnverlust durch Minderung der Kaufunktion und ästhetische Einbußen sind oft gravierend für die Betroffenen. Wenn herkömmlicher Zahnersatz keine vollständige Rehabilitation liefert und zu unbequemen Kompromissen führt, sind Zahnimplantate oft die einzige Lösung.

Zahnimplantate kann man sich als künstliche Zahnwurzeln, in Zylinder-, Schrauben- oder Wurzelform, vorstellen. Sie werden im Bereich zahnloser Kieferabschnitte direkt im Knochen verankert. Meistens bestehen sie aus 3 Teilen, erstens dem im Knochen verankerten Implantatkörper, zweitens dem Halsteil (sog. Abutment) und drittens der darauf befestigten Suprakonstruktion (z.B. Krone).Zur Herstellung von Zahnimplantaten werden heute Materialien verwendet, die die wichtige Forderung nach Biokompatibilität (Körperverträglichkeit) und Stabilität erfüllen. Es handelt sich hier überwiegend über Implantate aus Reintitan, das vom Körper gut angenommen wird, ohne dass ungünstige Reaktionen wie z. B. Allergien oder Abstoßungsreaktionen auftreten. Als Alternative stehen mittlerweile auch Keramikimplantate zur Verfügung, deren Festigkeit aber noch nicht an die der Titanimplantate heranreicht. Einsatzgebiete (sog. Indikationen) für Zahnimplantate sind Einzelzahnlücken, große Zahnlücken, verkürzte Zahnreihen sowie der zahnlose Unterbzw. Oberkiefer zur Stabilisierung von, allein durch Saugkraft unzureichend haltender, Zahnprothesen. Die Versorgung eines zahnlosen Unterkiefers bzw. Oberkiefers ist darüber hinaus mittels einer größeren Anzahl an Implantaten (UK: 6 Implantate und OK: 8 Implantate) auch festsitzend möglich. Bei Unterschreitung des Mindestknochenangebotes eines Kiefers, welches zur Verankerung ausreichend langer Implantate nötig ist, gibt es die Möglichkeit mit vorbereitenden, knochenaufbauenden Maßnahmen (sog. Augmentationen) ein gut dimensioniertes Implantatlager zu schaffen und somit die Implantatversorgung zu realisieren.

Ein wesentlicher Vorteil der Implantatversorgung bei Zahnlücken ist die Schonung der lückenbegrenzenden Zähne, die bei der Präparation zur Aufnahme der prothetischen Versorgung, z. B. einer Brücke, einen Substanzverlust von bis zu 60% der gesunden Zahnhartsubstanz zu erleiden haben. Darüber hinaus stellt die, durch die Einleitung der natürlichen Kaukräfte, knochenerhaltende Wirkung von Zahnimplantaten einen weiteren, bedeutsamen Vorteil da. Nicht zuletzt lassen sich einzelne Einheiten, wie sie z.B. durch Einzelimplantate, incl. deren prothetischen Versorgung, bewerkstelligt werden können, deutlich besser reinigen als z.B. herkömmliche Brückenversorgungen.

Durch die Einführung moderner 3D Röntgenverfahren lassen sich Präzision und Sicherheit dieser seit 1981 bestens dokumentierten Behandlungsmethode noch einmal deutlich verbessern und der operative Aufwand auf ein Minimum senken. Dabei liefert ein digitaler Volumentomograf (DVT) exakte dreidimensionale Bilder der Zähne und der Knochenstrukturen. In Sachen Diagnostik, Planung und Behandlung ergeben sich gegenüber der klassischen zweidimensionalen Röntgenabbildung entscheidende Vorteile.

Es ist nun möglich, die ideale Implantatposition bereits am Computer festzulegen und dabei sowohl das Knochenangebot als auch die optimale prothetische Versorgung mit einzubeziehen. Die am Computer gewonnenen Ergebnisse werden bei der Implantation am Patienten durch eine CAD gefräste Übertragungsschiene äußerst präzise umgesetzt. Die Genauigkeit dieser Methode ist beeindruckend und garantiert eine hohe Planungs- und Ausführungssicherheit bei bestmöglicher Ästhetik. Grossflächiges Aufschneiden und Freilegen des Kiefers, um sich ein Bild von den individuellen Knochenverhältnissen zu machen, entfällt. Ein punktueller Zugang für das Implantat genügt. Der chirurgische Eingriff und damit die Belastung für den Patienten werden so auf ein Minimum reduziert.

Die Vorteile dieser eleganten Versorgungsart noch einmal im Überblick:

  • Implantate kopieren natürliche Zähne sowohl funktionell wie auch ästhetisch
  • Implantate, einmal inseriert stimulieren das Zahnfleisch und das Knochengewebe, bewahren diese vor Atrophie und erhalten deren natürliche Wirkung
  • Implantate sind fest mit dem Kiefer verwachsen und können extreme Belastungen vertragen. Sie stehen für permanente Lösungen, die das ganze Leben halten können.
  • Implantate schonen gesunde Nachbarzähne

Die Implantologie ist eine sichere Behandlungsmethode und bestens wissenschaftlich untersucht und dokumentiert